Willst du „JETZT“ einen Artikel lesen? Dann sei präsent im Augenblick!

Facebooktwitterpinterestlinkedin

Manche Dinge sind so grundsätzlich im Leben, dass sie uns normalerweise von klein auf beigebracht werden müssten. Leider ist der Begriff „Präsenz“ für viele von uns abstrakt, weil wir keinen wirklichen Bezug mehr dazu haben. Dann kommt erschwerend hinzu, dass der Begriff „Präsenz“ von vielen (zweifelhaften) Esoterikern in Mitleidenschaft gezogen wurde. Viele Menschen haben dadurch eine grundsätzliche Abneigung gegen alles entwickelt, was nicht sofort greifbar ist. Präsent zu sein bedeutet nicht auf deinem Meditationskissen zu sitzen und auf bessere Zeiten zu warten. Meditation ist nur eine Übung, für den Alltag. Präsent zu sein, bedeutet nicht passiv zu sein.

Hier geht es um etwas ganz Handfestes, dass einen praktischen Effekt auf deinen Alltag hat und dein Leben auf einen ganz anderen Kurs bringt. Einen Kurs zu mehr Glück und Erfolg im Leben. Das ist wirklich absolut effektive Persönlichkeitsentwicklung! Ich will dir hier in diesem Blog kurz erklären was Präsenz bedeutet, ohne dir dabei irgendein Dogma auferlegen zu wollen.

Es gibt Dinge, die können wir Menschen beeinflussen, und es gibt Dinge, die liegen außerhalb unserer Macht. Was definitiv außerhalb unseres Einflussbereiches liegt, ist die Zukunft und die Vergangenheit. Natürlich können wir Pläne für die Zukunft machen und aus der Vergangenheit lernen, aber wir haben keinen direkten Einfluss darauf.

Alles, worauf du Einfluss hast, ist der gegenwärtige Moment. 

Ähnlich ist es mit unserer Lebensfreude. Natürlich können wir unsere Laune ein bisschen heben, wenn wir mit Freunden über tolle vergangene Geschichten sprechen, aber oft ist das der Fall, wenn Freunde nicht mehr imstande sind, neue Geschichten zu schreiben. Auch unsere Hoffnungen und unsere Träume für die Zukunft sind zwar ganz nett und können uns motivieren, aber vor lauter Träumereien und Planereien übersehen wir meist die Chance des Augenblicks. Fakt ist, du als Individuum, lebst jetzt! Dieses „Jetzt“ ist eine endlose Aneinanderreihung von Momenten. Jeder Moment ist deine Chance zu gestalten.

Die meisten Menschen leben zum größten Teil in der Zukunft und in der Vergangenheit Beobachte dich einmal bei deinen Alltagsaktivitäten. Ein Teil deiner Aufmerksamkeit schwindet immer, driftet ab. Das ist eine der größten Krankheiten an der unsere Gesellschaft leidet. Es macht dich viel weniger effektiv. Und es macht auch einfach unglücklich. Als Kinder waren wir da noch anders. Wir sind komplett in unseren Aktivitäten versunken. Was wir gemacht haben, haben wir mit Aufmerksamkeit und mit Freude gemacht. Meistens zumindest. Je nachdem wie „weg gespaced“ wir schon als Kinder waren. Unser langweiliges und veraltetes Schulsystem gibt vielen Kindern, dann den Rest!

Unser Bewusstsein ist wie ein Scheinwerfer. Wir können entscheiden, worauf wir ihn richten wollen. Ich selbst hatte schon das Glück für einen längeren Zeitraum, absolut präsent zu sein. Es ist unglaublich was dann passiert. Du bist bei allem, was du tust, ungefähr fünf mal so schnell, fünf mal so genau und fünf mal so glücklich. Allerdings fühlst du auch fünfmal so viel. Schöne Gefühle und unangenehme Gefühle. Ein Grund, warum wir aus der Präsenz gehen ist, weil wir die unangenehmen Gefühle nicht wahrnehmen wollen. Vielleicht glauben wir gefangen zu sein in einer Situation, die uns nicht behagt. Eine blöde Situation auf der Arbeit oder in der Schule. Ein fremder Mensch, der stinkt, setzt sich neben uns in der S-Bahn. Wir sind unzufrieden, weil wir nicht zu uns selbst gestanden haben. Was auch immer. Es gibt tausend gute Gründe, dem gegenwärtigen Moment entfliehen zu wollen.

Das Problem an der Sache ist nur, wir laufen damit vor uns selbst weg. Ein Stück von uns selbst schwindet in den Nebel. Mit der Zeit nehmen wir den Nebel gar nicht mehr war. Wir laufen immer auf Sparflamme. Beim Sport, auf der Arbeit und beim Treffen mit Freunden. Das Ganze fällt auch gar nicht weiter auf, da die meisten Menschen „nicht ganz da“ sind. Was wirklich auffällt ist, wenn wir einem Menschen begegnen, der ganz da ist. Das krasseste Beispiel, welches ich kenne, ist mein Hapkido Großmeister. Wenn er den Raum betritt, verändert sich alles. Seine Wahrnehmung ist so unglaublich fein und genau. Seine Handlungen sind absolut schnell, herzlich und präzise. Seine Augen sind offen und klar. Kein Stammeln, kein Zappeln, kein verkniffenes Gesicht. Das ist das Resultat jahrelanger Übung. Ein Mensch, der gelernt hat absolut im Moment zu leben. Natürlich macht auch er Pläne und erinnert sich an die Vergangenheit. Aber das macht er bewusst, wenn er das möchte. Es passiert nicht einfach ständig mit ihm. Er steuert seine Gedanken. Seine Gedanken steuern nicht ihn.

Jede große Lebenslehre der Geschichte hat das Leben im Augenblick gelehrt. Wir brauchen heute so etwas dringender denn je. Durch unsere moderne Lebensweise, das Ständige beballert werden mit Informationen und immer weniger Zeit die wir in der Natur verbringen, driften wir immer mehr weg. Wo ich auch hinkomme im Alltag, die meisten sind nicht ganz da.

Es ist so viel ungelebtes Leben, so viel Potenzial was uns verloren geht!

Eine gute Möglichkeit wieder in den gegenwärtigen Augenblick zu kommen ist, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf dem Körper richten. Daher fordert dich das Ecstatics Training so heraus, dass du gezwungen bist, deine Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment zu halten. Auch wenn es mal anstrengend ist, bleibe präsent. Lieber mache mal etwas weniger, aber dafür mit deiner ganzen Aufmerksamkeit. Es geht auch nicht darum hektisch oder paranoid zu werden. Man kann auch ganz ruhig und entspannt und trotzdem präsent bleiben. Du lernst im Training, mit der Zeit, diese Lebensart nach und nach in deinen Alltag zu übertragen. Damit du dein ganzes Potenzial für dein Leben nutzen kannst, und nicht in irgendwelchen Träumereien versinkst.

Viel Erfolg beim wach werden!

Facebooktwitterpinterestlinkedin

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.