Wie hoch willst du fliegen im Leben?

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Oft suche ich nach inspirierenden Worten, die mir und anderen Menschen Kraft geben, ihr Leben zu gestalten.

Eine solche Geschichte ist mir diese Woche begegnet.

Kennst du die Ikarus-Sage?

Um der Gefangenschaft zu entfliehen, erfand Dädalus, der Vater von Ikarus, Flügel. Dazu befestigte er Federn mit Wachs an einem Gestänge. Er mahnte Ikarus, nicht zu nah an die Sonne zu fliegen. Sonst könne der Wachs schmelzen und Ikarus ins Meer stürzen. Nach einer Weile aber wurde Ikarus zu übermütig und flog so hoch hinauf, dass die Hitze der Sonne den Wachs seiner Flügel schmolz.

Ikarus stürzte ins Meer und starb.

Diese Geschichte wird meistens so erzählt.

Sie mahnt uns, nicht zu viel zu riskieren. Den Ball flach zu halten. Besser auf Nummer sicher zu gehen und keine Höhenflüge und Experimente zu wagen.

Aber einem wichtigen Teil der Geschichte wird keine Beachtung geschenkt. Er ist über die Jahre in Vergessenheit geraten.Ikarus Vater mahnte, nicht zu hoch und nicht zu tief zu fliegen. Flöge Ikarus zu hoch, schmelze das Wachs seiner Flügel, aber fliege er zu tief, würde ihn die Feuchte des Meeres zum Absturz bringen. Für mich ist es sehr bedauerlich, dass der Feuchte des Meeres so wenig Beachtung geschenkt wird.

Was glaubst du?

Haben wir eher ein grundlegendes Problem des Übermuts oder eher ein Problem des Zweifels?

Wenn ich in die Welt raus schaue, sehe ich so viel Potenzial und zu viele Menschen, die nicht daran glauben. Sie glauben nicht daran fliegen zu können und ihre Träume verwirklichen zu können. Für Industrie und Wirtschaft kommt das natürlich sehr gelegen. Unglückliche und ängstliche Menschen bleiben passiv. Sie gehorchen und passen sich an. Sie arbeiten, konsumieren für ihr Glück und zahlen steuern. Sie müllen ihren Alltag nicht mit Fernsehen, JunkFood und sinnlosen Konsumgütern zu.

Menschen die fliegen sind unbequem. Sie stehen auf und hinterfragen die Dinge. Sie haben Träume und Ziele. Sie verändern und gestalten. Sie arbeiten an sich und haben eine Vision. Sie sind getrieben von dem Gedanken etwas neues zu erschaffen. Der Welt etwas mitzugeben. Sie erschaffen ihr Glück aus sich und ihrer Berufung heraus. Diese Menschen sind nicht gut für die Wirtschaft. Denn sie kreieren mehr und konsumieren weniger.

Was ist mir dir? Hast du heute schon ein bisschen Fliegen geübt? Hast du etwas für deine Ziele und Visionen getan?

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Die meisten von uns fliegen nicht wirklich hoch. Wer riskiert schon wirklich alles? Den Absturz ins Meer und den Tod? Was kann uns schon passieren? Arbeitslos? Einsam? Frustriert? Das sind doch alles nur vorübergehende Zustände, aus denen wir so viel Lernen können. Auch die Feuchte des Meeres bewirkt nicht sofort unseren Tod. Vielleicht Eintönigkeit, Schwere, Monotonie, ungestillte Sehnsucht. Aber wir stürzen nicht sofort ab. Wir haben die Möglichkeit uns wieder in Bewegung zu bringen und es zu riskieren mal ein wenig näher an die Sonne zu fliegen!

Viel Spaß dabei!

David

quellen:

Alle Rechte für das Beitragsbild liegen bei Julia Manzerova:  https://www.flickr.com/photos/julia_manzerova/

Die Ikarus Zeichnung ist lizensiert bei Aenastudio: https://www.flickr.com/photos/aeneastudio/ . Vielen Dank für die Nutzungserlaubnis.

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