Wer bin ich?

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Die meiste Zeit meines Lebens dachte ich, diese Frage stellen sich nur intellektuelle oder spirituelle Sinnsucher! Aber18000 Suchanfragen über Google haben mich eines besseren belehrt. Mit den verschiedensten und teilweise sehr abgedrehten Methoden bin ich auf die Suche gegangen. Endloses Schweigen, stundenlanges Reden auf Ghibberisch, Reisen, Beziehungen, die unterschiedichsten Menschen, schamanische Rituale, Nachdenken, Theater, Drogen, Trancetänze…….und viel viel mehr.

Meine Arbeit am Theater und als Schauspieler, hat die ganze Sache nicht leichter gemacht. Mit ein paar Techniken kann ich mich in die unterschiedlichsten Rollen begeben. Meine Körpersprache ändert sich, meine Stimme ändert sich, meine Gefühle ändern sich! Ein guter Schauspieler spielt nicht. Er ist! Er ist wütend! Er hat Angst! Er ist mutig! Ich kann das mittlerweile auch auf meinen Alltag übertragen. Das ist geil! Das gibt mir Freiheit. Mit ein paar Techniken werde ich ganz anders. Selten der Fall, dass ich meine Emotionen nicht steuern kann. Aber was zum Teufel ist denn echt, wenn man alles erzeugen kann? Das ist wohl die Krankheit des Schauspielers, die man auch als „psychische Störung“ oder strukturelle Dissoziation bezeichnen kann 😉

Ja, ich glaube wir haben mehr Wahlfreiheit, als wir glauben. Es gibt zwar einen wahren und unverwechselbaren Kern in uns, aber wir können im Alltag ganz unterschiedlich agieren. Mit den Jahren, fühlt man sich mit gewissen Dingen wohler und mit anderen nicht. Wichtig ist eher die leise und langsam sprechende Stimme aus dem Hintergrund. Nicht diese ständige Geplapper im Kopf. Überhaupt würde ich mich nicht so sehr auf den Kopf und seine Gedanken fokussieren, sondern dem Körper mehr Aufmerksamkeit schenken. Natürlich ist auch unser körperliches Erleben unterschiedlich, je nachdem wie wir in benutzen. Wenn wir jeden Tag zwei Stunden in die Sauna gehen, spricht unser Körper eine andere Sprache, als wenn wir jeden Tag zwei Stunden Tanzen. Auch er ist wandelbar. Sein Ausdruck und seine Gefühle verändern sich. Die Biochemie unseres Gehirns passt sich an.

Daher glaube ich die Frage „Wer bin ich?“, ist nur aus dem Moment heraus zu beantworten. Sie ist nicht in Worte zu fassen. Es gab in meinem Leben schon einige Momente, wo ich das Gefühl hatte, diese Frage ist jetzt für immer beantwortet. Die Frage war keine Frage mehr. Mein Handeln, mein Fühlen und mein Denken war synchron. Absolut aufeinander abgestimmt. Es war die pure Freude. Meistens habe ich diesen Zustand nach stundenlangem Tanzen erreicht. Der innere Kritiker, die Stimme im Kopf, die einen immer dazu anhält, es doch besser anders zu machen, verstummte. Der Körper, der seine Bewegungen zögerlich begann und manchmal abbrach, war absolut klar in seiner Intention. Meine Gefühle untermalten mein Handeln und Denken. Sie kamen und gingen. Egal, was war. Ich war absolut im Fluss! Es gab keine Fragen, ich machte einfach. Diese Zustände habe ich öfter gehabt. Und mit der Zeit bewegt sich mein Leben immer mehr in diese Richtung..

Wir finden heraus, wer wir sind, wenn wir die Trennung von Körper und Geist aufheben. Wenn wir aufhören im Kopf ständig nach Lösungen zu suchen sondern absolut im Jetzt leben. Wir benutzen den Kopf dann nur, wenn wir ihn benutzen wollen. Wir hören auf vor uns wegzulaufen. Ich glaube wir laufen mit unseren vielen Plänen, Tagträumen und Zweifeln weg vor dem jeweiligen Augenblick. Daher fühlt es sich so an, als hätten wir uns selbst verloren. Daher müssen wir uns Fragen, wer wir sind. Hilfreich ist auch ein wirklich ehrliches Feedback von anderen Menschen. Allerdings werden unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Dinge an dir wahrnehmen.

Wenn wir es schaffen unseren ganzen Ballast los zu lassen, dann kommen wir uns näher. Und ich glaube, das geschieht, wenn wir etwas finden was uns raus holt aus dem Gedankenkarussel. Für mich bedeutet das meinen Körper zu bewegen! Ein wichtiger Grundsatz bei Ecstatics ist absolute Präsenz. Im Körper und im Hier und Jetzt zu bleiben. Darauf basieren die Trainingseinheiten. Und darauf in einer Gruppe neue Erfahrungen zu machen und in neue Rollen zu schlüpfen. So kann man ausprobieren, mit was man sich „echt“ fühlt.. Wir bekommen mehr Wahlfreiheit. Natürlich werden wir dabei auch fit, beweglich und glücklich. Das wäre doch gelacht! 😉

Also du siehst, es gibt nicht die Antwort auf die Frage. Die Antwort musst du selbst finden. Aber es gibt bei Ecstatics eine Menge Methoden, wie du der Antwort näher kommen kannst.

Denk nicht so viel nach! 😉

Bis dahin

David

quellen:  Beitragsbild von Renate Meijer. Alle Rechte liegen bei ihr.

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