Die Renaissance von Körper und Geist!

Facebooktwitterpinterestlinkedin

Manchmal gibt es Wissen, dass Jahrhunderte, sogar Jahrtausende, zentraler Bestandteil der Gesellschaft ist. Es ist sogenanntes Allgemeinwissen. So war es einmal mit der Einheit von Körper und Geist. In der fernöstlichen Geschichte ist sie zentraler Bestandteil. In der traditionellen chinesischen Medizin hat dieses Wissen bis heute überdauert. Andere Urvölker haben erst gar keine Trennung gemacht zwischen Körper und Geist.

Warum auch?

Das Leben der damaligen Zeit war mit Sicherheit körperlich anstrengender als heute und ich glaube Zivilisationskrankheiten wie Winterdepressionen und Diabetes waren nicht so an der Tagesordnung wie heute!

Durch viele Religionen wurde der Körper dann jedoch zur Sünde erklärt. Er wurde zum Sinnbild für das tierische, das schmutzige im Menschen. Vor allem für Sexualität. Unzählige Religionen erklärten es für erstrebenswert, die Körperlichkeit zu überwinden. Mit Selbstkasteiung und Praktiken, die körperlicher Verstümmelung gleichen. Der technologische Fortschritt der Neuzeit hat den Körper dann auf andere Weise für unnütz erklärt. Vorausgesetzt er war nicht krank! Und selbst wenn er krank wurde, konnte Technologie und Medizin Abhilfe schaffen.

Das funktioniert wie wir heute sehen allerdings nur bedingt. Psychosomatische Krankheiten, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gedankenkreisen und andere Symptome machen sich immer mehr bemerkbar.

Wir haben es immer bequemer und sind immer unglücklicher!

In der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts erlebte dann die Körperpsychotherapie einen Aufschwung, der bis heute andauert. Wilhelm Reich, ein Schüler von Sigmund Freud entdeckte, dass alle neurotischen Patienten unfähig waren zu einer tiefen Bauchatmung! Diese Beobachtung war zuverlässig anzutreffen. Wilhelm Reich fing an, zur klassischen Gesprächstherapie, die Patienten zu einer bestimmten Atemtechnik anzuleiten. Er massierte auch bestimmte körperliche Bereiche, die sehr blockiert erschienen. Die Symptome schwer kranker Patienten besserten sich rapide!

Das war eine große Revolution in der damals sehr verkopften und mechanistisch denkenden Psychologie. Eine Revolution, die im Grunde nur eine Wiederentdeckung war. Seit dem passieren immer mehr neue Forschungen auf diesem Gebiet, die auf tausendfache Weise bestätigen, dass es Körper und Geist sich spiegeln.

 

Ich glaube,

jeder Gedanke,

jedes Gefühl,

jeder Atemzug,

jeder Blickkontakt,

jede Berührung,

jedes Nahrungsmittel,

jeder Tanz,

und jedes Geräusch

 

hinterlässt eine, wenn auch nur ganz kleine Spur in eurem Körper. Genau so ist es umgekehrt! Jede Bewegung beeinflusst euren Geist. Ist das nicht unglaublich? Die Embodiment Forschung, befasst sich gerade ausgiebig mit dieser Thematik! Wir müssen aufhören unseren Körper als Fahrzeug zu betrachten! Er ist teil von uns. Ein fühlendes, sensibles Organ, mit seiner ganz eigenen Weisheit. Mit einem Nervengeflecht im Bauch, was mehr Nervenzellen beheimatet als unser Gehirn!

Daher denke ich, dass wir umdenken müssen. Wie wir gehen, wie wir Essen, wie wir arbeiten, wie wir lesen. Wir sollten uns immer unseres Körpers bewusst sein. Wir reden und sitzen sehr viel über den Tag. Daher macht dieser Teil in einem Ecstatics Workshop nur einen ganz kleinen Teil aus. Wenn wir unseres Körpers bewusster werden, werden wir auch immer freier im Alltag! Die Reise lohnt sich!

Bis bald
David

ps.  auch ich habe heute schon zu lange am Rechner gesessen!

 

 

 

 

Facebooktwitterpinterestlinkedin

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.